Burghart Klaussner

Der in Berlin geborene Schauspieler, Theaterregisseur, Hörbuchsprecher und Sänger Burghart Klaußner begann 1969 ein Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, das er 1970 um eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule Berlin ergänzte. Sein Debüt gab Burghart Klaußner 1971 unter der Regie von George Tabori in dessen Stück „Pinkville“, und seither war er an nahezu allen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen engagiert.

Klaußners erster Kinoauftritt war 1980 in Dietrich Schuberts Spielfilm Ziemlich weit weg. Zahlreiche ambitionierte Kinoproduktionen folgten. Einem breiten Publikum wurde er mit seinen Rollen in Kinofilmen wie DAS SUPERWEIB (1996, Regie: Sönke Wortmann), ROSSINI (1996, Regie: Helmut Dietl) und dem vielfach preisgekrönten Film GOOD BYE, LENIN! (2002, Regie: Wolfgang Becker) bekannt. Mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid arbeitete er bei 23 (1999), Crazy (2000) und REQUIEM (2006) zusammen, für den er beim Deutschen Filmpreis 2006 als Bester männlicher Nebendarsteller nominiert wurde. Diesen renommierten Preis nahm Burghart Klaußner bereits ein Jahr zuvor für seine Darstellung des entführten Managers in Hans Weingartners umjubeltem Cannes-Beitrag DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI entgegen. Beim Internationalen Filmfestival Locarno 2006 wurde Klaußner für seine Hauptrolle in DER MANN VON DER BOTSCHAFT von Dito Tsintsadze mit dem Silbernen Leoparden als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, und 2009 war er in Michael Kliers ALTER UND SCHÖNHEIT neben Henry Hübchen, Armin Rohde und Peter Lohmeyer sowie als Richter an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Kate Winslet in DER VORLESER (Regie: Stephen Daldry) im Kino zu sehen.

Anfang 2006 gab Burghart Klaußner sein Regiedebüt an den Hamburger Kammerspielen mit der Inszenierung von Edward Albees „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“. Es folgten weitere Regie-Leistungen am Schauspielhaus in Bochum, unter anderem Thomas Bernhards „Der Ignorant und der Wahnsinnige“ mit Otto Sander oder die deutsche Erstaufführung von Yasmina Rezas »Der Gott des Gemetzels“ im Jahr 2006. Im Januar 2009 feierte eine weitere Inszenierung, die zudem aus seiner Feder stammt, Premiere: „Marigold“, ein Stück mit Songs der Beatles. Dann war Burghart Klaußner in Arthur Schnitzlers Drama „Das weite Land“ in der Hauptrolle in Bochum, an der Berliner Schaubühne in „Iphigenie“ sowie als König Philipp II. am Dresdner Staatsschauspiel in Schillers „Don Carlos“ zu sehen.

Für seine Rolle in Jobst Oetzmanns TV-Film DER NOVEMBERMANN wurde er 2008 für die Goldene Kamera als Bester Deutscher Schauspieler nominiert. Im Jahr 2009 brillierte Burghart Klaußner als Pfarrer in Michael Hanekes Drama DAS WEISSE BAND, das bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme, anschließend die Golden Globes sowie den Europäischen Filmpreis gewann und eine Oscar®-Nominierung für den Besten Fremdsprachigen Film erhielt. Für seine darstellerische Leistung wurde Burghart Klaußner selber nicht nur mit dem Preis der deutschen Filmkritik, sondern auch als Bester Schauspieler mit dem Deutschen Filmpreis 2010 ausgezeichnet. Im Sommer 2010 war Burghart Klaußner als Kommissar in DAS LETZTE SCHWEIGEN, einem düsteren Krimi von Boran Bo Odar, im Kino zu sehen, anschließend folgten Philipp Stölzls Drama GOETHE! sowie Sebastian Groblers DER GANZ GROSSE TRAUM DES KONRAD KOCH, über den Mann, der das Fußballspiel nach Deutschland brachte.

2012 war stark durch Theaterauftritte in Hamburg und Dresden geprägt: So stand Klaußner in Dresden als Dorfrichter Adam in Kleists „Der zerbrochene Krug“ und als „Don Carlos“, in Hamburg am St. Pauli Theater sowie bei den Ruhrfestspielen in der Hauptrolle in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ auf der Bühne. Für die Rolle in „Der Tod eines Handlungsreisenden“ am St. Pauli Theater wurde Burghart Klaußner im November 2012 als bester Darsteller mit dem renommierten Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ geehrt. Anfang 2013 begeisterte er mit seiner erneuten Regiearbeit „Baumeister Siolness“ am Staatsschauspiel Dresden, 2016 stand er in von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ in Dresden auf der Bühne und war nicht nur in der Rolle des Richters zu sehen, sondern inszenierte auch, und darüber hinaus folgten u. a. Produktionen von „Heisenberg“ und „Der Kaufmann von Venedig“ in Düsseldorf sowie „Der Besuch der alten Dame“ am Burgtheater in Wien.

2013 spielte Burghart Klaußner außerdem im TV-Dokudrama GEORGE mit Götz George in der Rolle seines Vaters Heinrich George. Herausragende Kritiken und ein Millionenpublikum bescherte ihm im gleichen Jahr der ZDF-Dreiteiler DAS ADLON. EIN HOTEL, ZWEI FAMILIEN, DREI SCHICKSALE, in welchem er den Gründer des weltberühmten Adlon Hotel in Berlin, Lorenz Adlon, verkörperte. Die Ausstrahlungen schlugen alle Zuschauerrekorde, und der Dreiteiler gewann sogar international Preise. Ein cineastisches Highlight war zudem die Berlinale 2013. Mit der niederländisch-belgischen Kinoverfilmung von David Grossmans Bestseller NONE ZIG ZAG KID eröffnete Burghart Klaußner an der Seite von Isabella Rossellini das Kinderfilmfest der Filmfestspiele, und darüber hinaus war er im Wettbewerb des Festivals in einer kleineren Rolle in Bille Augusts NACHTZUG NACH LISSABON mit Jeremy Irons zu sehen. Es folgten Volker Schlöndorffs DIPLOMATIE (2014) und Oliver Hirschbiegels ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT (2015), das historische Drama um den Hitler-Attentäter Georg Elser, sowie die einfühlsame Romanverfilmung DAS LÖWENMÄDCHEN (2017) des norwegischen Autors Erik Fosnes Hansen, über das außergewöhnliche Leben des „Löwenmädchens“ Eva Arctander, die aufgrund eines Gen-Defekts am ganzen Körper behaart ist.

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (2017) über das politische Erwachen einer Schulklasse in den 50-er Jahren ist bereits Klaußners dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Lars Kraume und war auf der Berlinale 2018 und anschließend im Kino zu sehen. Ihre erste Zusammenarbeit war 2015 der u. a. mit sechs deutschen Filmpreisen ausgezeichnete Film DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER, in dem Burghart Klaußner die Hauptrolle des titelgebenden Generalstaatsanwalt Fritz Bauer übernahm. Für seine herausragende Leistung erhielt er 2015 den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Bester Darsteller, den Darstellerpreis des Günter Rohrbach Filmpreis und wurde er 2016 auf dem Filmfest München mit der Brücke, mit dem Schauspielerpreis des Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet und war als Bester Schauspieler erneut für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Zum zweiten Mal stand er für Lars Kraume 2016 für die TV-Verfilmung des Justizdramas TERROR – IHR URTEIL nach dem Theaterstück von Ferdinand von Schirach vor der Kamera. In dem Fernseh-Experiment, bei dem die Zuschauer über den Ausgang der Gerichtsverhandlung mitbestimmen durften, spielte er den Vorsitzenden Richter.

Zudem war Burghart Klaußner Teil der internationalen Besetzung der opulenten Netflix-Serie THE CROWN. In der 2. Staffel spielt er Kurt Hahn, Mitbegründer der Reformschule Salem, der von den Nazis ins Exil gejagt wird und in Schottland ein Internat gründet. Er unterrichtet und erzieht den jungen Prinz Philip, sowie dreißig Jahre später auch seinen Sohn Charles.

2019 folgte dann die Titelrolle in Heinrich Breloers BRECHT, ein ARD-Zweiteiler über den Jahrhundert-Literaten, der bei den Berlinale Specials 2019 seine Premiere feierte, bevor er im Fernsehen zu sehen war.

Dass Burghart Klaußner auch Musik macht, hat sich herumgesprochen. Für ihn ist „Musik eine Hauptsache“, und seit 2010 tourt er schon mit seiner Band durch verschiedene deutsche Städte. Mit „Je chante – Burghart Klaußner swingt Charles Trenet“ entführt er das Publikum in die Lebenswelt des Franzosen, und in seinem Programm „Zum Klaußner“ präsentiert er außerdem ein unterhaltsames Lebenspassepartout von Trenet, über Cole Porter, bis hin zu Tom Waits, die Kinks, Karl Valentin oder Johnny Cash.

2018 war ein besonderes Jahr, denn nicht nur war er einer der ersten fünf Stipendiaten der Thomas Mann Organisation und reiste in diesem Rahmen zur Eröffnung des Thomas Mann Hauses in Los Angeles, wo er später einige Zeit leben und arbeiten wird, er feierte auch seinen Debütroman „Vor dem Anfang“, der im September im Handel erschien. Die FAZ lobte ihn für „einen leidenschaftlich unprätentiösen, haltungsstark-hartkantigen Debütroman über das Kriegsende“, der Kölner Stadtanzeiger schrieb »Burghart Klaußner hat einen warmherzigen Roman über das Kriegsende geschrieben […] mitreißend und doch mit einer Gelassenheit, die die Wirrheit dieser letzten Kriegstage angenehm konterkariert«, und das NDR Kulturjournal lobte »[Vor dem Anfang] erzählt einen wichtigen Moment unserer Geschichte – ohne Pathos und ohne echte Helden […] Das Prinzip [des] Buches: Die Vergangenheit nehmen, um die Gegenwart zu verstehen. […] Burghart Klaußner macht unsere Gegenwart reicher – an Geschichten über unsere Geschichte.«

Burghart Klaußner ist Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der Deutschen Filmakademie, in deren Vorstand er 2010 gewählt wurde.

 

Preise und Auszeichnungen von Burghart Klaußner:

2018 Deutscher Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch« für „Fritz Bauer. Sein Leben, sein Denken, sein Wirken“

2016 Deutscher Hörbuchpreis 2016 in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch« für Neil MacGregor „Deutschland. Erinnerungen einer Nation.“

2016 Preis der deutschen Filmkritik als bester Darsteller in „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

2016 Bayerischer Filmpreis 2015 als bester Darsteller für die Hauptrolle in „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

2015 Günther Rohrbach Filmpreis als bester Darsteller für seine Hauptrolle als kompromissloser Generalstaatsanwalt in „Der Staat gegen Fritz Bauer“

2015 Deutscher Filmpreis, Nominierung Beste männliche Nebenrolle für ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT

2012 Theaterpreis „Der Faust“ als bester Hauptdarsteller in „Tod eines Handlungsreisenden“

2012 Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater für „Tod eines Handlungsreisenden“ am St. Pauli Theater

2011 Deutscher Hörbuchpreis in der Kategorie Bester Interpret für Ferdinand von Schirachs „Schuld“

2010 Preis der deutschen Filmkritik (Bester Darsteller) für seine Rolle in „Das weiße Band“

2010 Deutscher Filmpreis (Beste männliche Hauptrolle) für seine darstellerische Leistung in „Das weiße Band“

2008 Nominierung Goldene Kamera (Bester deutscher Schauspieler) für „Der Novembermann“

2006 Goldener Leopard in Locarno (Bester männlicher Darsteller) in „Der Mann von der Botschaft“

2006 Nominierung Deutscher Filmpreis (Beste männliche Nebenrolle) für seine darstellerische Leistung in „Requiem“

2005 Deutscher Filmpreis (Bester Nebendarsteller) in „Die fetten Jahre sind vorbei“

Presseartikel 2019

Deutschlandfunk, Sept. 2019

Tagesspiegel, Sept. 2019

Welt, Sept. 2019

Stern online, Sept. 2019

SHZ, Sept. 2019

Westfälische Zeitung, Sept. 2019

Badische Zeitung, Sept. 2019

rtv, März 2019

Presseartikel 2018

Berliner Zeitung, 09.09.2018

Hamburger Abendblatt, 06.09.2018

Deutschlandfunk, 05.09.2018

FAZ, 03.09.2018

Recklinghaeuser Zeitung, 28.04.2018

Neue Südtiroler Tageszeitung, 28.01.2018

Presseartikel 2017

BZ Berlin, 08.12.2017

Rheinische Post, 24.11.2017

Hamburger Abendblatt, 07.10.2017

Derstandard.at, 25.07.2017

B.Z. Online, 19.02.2017

Presseartikel 2016

Bild am Sonntag, 09.10.2016

The New York Times, 19.08.2016

Los Angeles Times, 18.08.2016

Die Welt, 26.07.2016

Tagesspiegel Online, 26.05.2016

Tagesspiegel.de, 28.04.2016

Presseartikel 2015

Süddeutsche.de, 07.10.2015

Bild am Sonntag, 04.10.2015

Stern.de, 02.10.2015

Deutschlandradio Kultur.de, 01.10.2015

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 01.10.2015

Chrismon, Oktober 2015

Stuttgarter Nachrichten, 29.09.2015

Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2015

FAZ.de, 15. August 2015

Deutsche Welle.com, 09. August 2015

Südwestpresse.de, 08. August 2015

Variety, 07. August 2015

Berliner Morgenpost, 27. Mai 2015

Märkische Oderzeitung, 29. März 2015

Burghart Klaußner ist einer der ungewöhnlichsten Schauspieler Deutschlands. Ausgezeichnet mit zahllosen Preisen, zog er selbst Hollywood schon in seinen Bann. Seine Auftritte sind sparsam, aber voller Wucht. Nicht nur in seinen Filmen haut er den Zuschauer um, auch die größte Bühne füllt er allein durch seine Präsenz. Ein ganz großer Schauspieler, vor dem wir uns verneigen!

News

ON STAGE – Burghart Klaußner geht auf Lesereise

Im September erschien das Buch backstage KLAUSSNER – nun geht Burghart Klaußner damit auf Lesereise und erzählt u.a. was es bedeutet, dass das Datum seiner Geburt im September 1949 zeitlich nahe zur Gründung der Bundesrepublik lag und er sozusagen ein „Windelkind“ der Bundesrepublik war, von den Eltern mit ihrer berühmten Gastwirtschaft, von seinen Theatererfahrungen und dem Werdegang.

Lesungen folgen in der Berliner Buchhandlung Geistesblüten am 30.10.2019 / 19:00 Uhr, im Hamburger St. Pauli Theater am 03.11.2019 / 12:00 Uhr, im Schauspielhaus Düsseldorf am 01.12.2019 / 18:00 Uhr und im Schauspielhaus Bochum am 12.12.2019 / 19:00 Uhr. Ein Abend mit einer Lesung aus seinem Buch „Vor dem Anfang“ erfolgt am 07.11.2019 um 20:00 in Hamburg im Christianeum in Hamburg-Flottbek.

Außerdem wird er in der FES Veranstaltungsreihe „Der politische Film“ mit einem Filmgespräch zu „Der Staat gegen Fritz Bauer“ zu Gast sein: 08.11.2019 um 20h in Hamburg (Veranstaltungsort: Friedensallee 7-9 / 22767 Hamburg)

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Burghart KLAUSSNER BACKSTAGE

Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag hat der Verlag Theater der Zeit Burghart Klaußner ein wunderbares Buch gewidmet, und so erzählt der vielseitige Schauspieler, Autor und Musiker in BACKSTAGE KLAUSSNER (erschienen am 01. September 2019) in seiner unverwechselbaren und direkten Art im Gespräch mit Thomas Irmer aus seinem Leben, seinem Werdegang und seiner Karriere, die – verbunden mit vielen persönlichen Geschichten – mittlerweile fast fünf Jahrzehnte Film-, Fernseh- und Theaterarbeit umfasst. Das Buch widmet sich aber auch den Anfängen, und so begleitet man ihn letztlich auf seinem gesamten Werdegang und bekommt Einblicke in familiäre Hintergründe und darin, was ihn so bewegt, geformt und vorangetrieben hat…

Verlag:   „BACKSTAGE KLAUSSNER“

Auf der Berlinale 2019 bei den Berlinale Specials und in einigen ausgewählten Kinos wurde Breloers BRECHT vom Publikum bereits gefeiert! Nun ist Burghart Klaußner, neben seiner Filmarbeit seit vielen Jahren auch Theaterschauspieler und -regisseur, im Fernsehen als Brecht zu sehen. Am 22.03.2019 läuft der Zweiteiler auf ARTE, am 27.03.2019 dann in Das Erste. Jeweils um 21:45 Uhr ist Burghart Klaußner in Brecht – Das Einfache, das schwer zu machen ist zu erleben. Er bringt uns den älteren Dichter nahe, der nach seiner Zeit im Exil nach Berlin zurückkehrt und hier bis zum seinem Tod Literatur- und Theatergeschichte schreibt. An seiner Seite vor allem Helene Weigel, verkörpert von Adele Neuhauser, Ruth Berlau (Trine Dyrholm) und Isot Kilian (Paula de Boer), und Tittelbach lobt, dass „die Titelrolle mit Tom Schilling und Burghart Klaußner exzellent doppelbesetzt“ ist und „[…] Klaußner überzeugt mit seiner immensen Erfahrung als Theater-Regisseur mit klaren Ansagen besonders in den verschiedenen Bühnenproben, die Breloer vor allem im zweiten Teil inszeniert hat und die in Werkstatt-Atmosphäre wie kleine Lehrstücke zu Brechts Theaterverständnis funktionieren“.

„Das Einfache, das schwer zu machen ist“ nennt  Brecht in seinem Stück „Die Mutter“ den Kommunismus, und Burghart Klaußner zeigt in beeindruckendem Spiel, wie Brecht trotz aller Widrigkeiten glaubt, die Menschen mit seinen Werken erreichen zu können, und bis zu seinem frühen Tod für seine Vision eines neuen, in die Wirklichkeit eingreifenden Theaters kämpft…

„[Vor dem Anfang] erzählt einen wichtigen Moment unserer Geschichte – ohne Pathos und ohne echte Helden […] Das Prinzip [des] Buches: Die Vergangenheit nehmen, um die Gegenwart zu verstehen. […] Burghart Klaußner macht unsere Gegenwart reicher – an Geschichten über unsere Geschichte“ lobte Julia Westlake im NDR Kulturjournal, und so beschäftigt nicht nur Brecht den Schauspieler, auch sein mit viel Lob bedachter Debütroman „Vor dem Anfang“ ist so gefragt, dass er weiterhin auf Lesereisen dem Publikum daraus vorträgt. Tobias Lehmkuhl schrieb in Die Zeit „Burghart Klaußner umschifft zum Glück alle Klischee-Klippen. Aufbau und Durchführung sind so schlank wie stringent, ohne dass jemals das Überraschungsmoment auf der Strecke bliebe. Vor allem hat der nicht mehr ganz junge Debütant eine adäquate Sprache gefunden, die einfach ist und doch kunstvoll jene „Wurschtigkeit“ andeutet, von der auf der ersten Seite zu lesen ist, einen Umgangston, wie er 1945 womöglich gepflegt wurde. Dieser Sprachduktus erzeugt eine sonderbar schwebende Atmosphäre, in der die Toten von den Bäumen fallen wie die Äpfel des letzten Herbstes, während sich an den Zweigen schon die Knospen eines kommenden Sommers runden“ und nun liest Burghart Klaußner im März u.a. in Bielefeld, Braunschweig, Potsdam und Magdeburg (die Termine finden sich auf seiner Website).

Burghart Klaußner wirdam 21.03.2019 zur Leipziger Buchmesse reisen, ebenso wie zur lit.Cologne, auf der er, zusammen mit Heinrich Breloer, am 25.03.2019 in der Flora Köln unter dem Titel „Ich komme gleich nach Goethe!“ in einem Gespräch zu Brecht zu erleben sein wird, nachdem er am 22.03.2019 um 22:00 Uhr im WDR beim Kölner Treff zu Gast ist.

Dass Burghart Klaußner auch Musik macht, wissen nicht viele. Und dass er über Musik gesagt hat: „Musik ist eigentlich die Hauptsache. Eigentlich möchte ich alles andere lassen und nur noch Musik machen“, das kann man schwer glauben, es ist aber so, und so kehrt er nach Vorstellungen von Der Kaufmann von Venedig am 16. und 29.03.2019 am Schauspielhaus Düsseldorf dann nach Berlin zurück, wo er mit seinen Musikern am 12.05.2019 live zu hören sein wird.

Sein Programm „ZUM KLAUSSNER! – Die musikalische Reisegaststätte der bedenkenlosen Art“ zeigt, dass seine musikalischen Bühnenprogramme da anfangen, wo das Fernsehen nicht mehr mitmacht, um zu zeigen, was die Musik zwischen den Tönen zu sagen hat… Die Auswahl seiner Lieder ist streng subjektiv, seine Musiker sind handverlesen, die Arrangements spannend, und die Empfindung seiner Programme ist wohltuend tief. Burghart Klaußner singt und swingt, zwischen allen Stühlen, und demnächst auch in der Berliner Bar jeder Vernunft. Wir freuen uns darauf!

© WDR / Bernd Spauke

Burghart Klaußner mit Heinrich Breloers BRECHT im Februar auf der BERLINALE 2019, im März auf ARTE und im Ersten!

Breloers Film in zwei Teilen über Bertolt Brecht wird auf der BERLINALE Weltpremiere feiern. Festivalchef Dieter Kosslick hat den Film in der Sektion „Berlinale Special“ ins Programm des kommenden Jahres aufgenommen. Im März 2019 werden BRECHT – eine Koproduktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE – sowie eine begleitende Dokumentation (WDR) von Heinrich Breloer auf ARTE und im Ersten ausgestrahlt.

Burghart Klaußner hat die Rolle Brechts in den Nachkriegsjahren übernommen, die Rolle des jungen Brecht spielt Tom Schilling. In weiteren Hauptrollen spielen Adele Neuhauser und Lou Strenger als Helene Weigel in jungen und späteren Jahren, Trine Dyrholm als Brechts dänische Geliebte und Mitarbeiterin Ruth Berlau, Mala Emde als Paula Banholzer, Brechts erste Liebe, und viele andere prominente Schauspieler.

Heinrich Breloer erzählt das von Kunst, Frauen und Zeitgeschichte so bewegte Leben des meistgespielten deutschen Dramatikers des 20. Jahrhunderts, der gerade in der heutigen Zeit nichts an Aktualität verloren hat.

Für den Wettbewerb und das Berlinale Special der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin wurden die ersten neun Filme ausgewählt.
BRECHT ist als einer von bislang drei Filmen ins Berlinale Special eingeladen, das als Teil des offiziellen Programms aktuelle Werke zeitgenössischer Filmemacher*innen, Dokumentationen und außergewöhnliche Formate zeigt. Neben dem bereits gemeldeten Eröffnungsfilm The Kindness of Strangers von Lone Scherfig sind sechs Produktionen und Koproduktionen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Serbien und der Türkei in den Wettbewerb eingeladen.

www.berlinale.de

Nun ist es soweit: Am 07.07. erschien Burghart Klaußners Debütroman VOR DEM ANFANG im Kiepenheuer Verlag. Am 05.09.2018 las der viel gefragte Schauspieler vor begeistertem Publikum Auszüge bei der Eröffnung des Literaturfestivals in Berlin, und auch die kommenden Wochen werden von Lesungen geprägt sein, die er – neben Vorstellungen in Wien und Düsseldorf – in ganz Deutschland halten wird. Berlin, Bonn, Dresden, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Saarbrücken, Wiesbaden – die Liste seiner kommenden Termine ist lang! (Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf seiner Website unter Terminen.)

Sein Buch spielt im April 1945 in den letzten Stunden, bevor die Hölle in Berlin losbricht und der Häuserkampf beginnt. Der Krieg, das Gebrüll, das Geschrei, die Befehle und die Angst, alles ist fast vorbei, aber vorher müssen Fritz und Schultz mitten im Zentrum der Gefahr noch einen Auftrag erfüllen… Der Autor erzählt von zwei Männern, die es geschafft haben, den Krieg zu überleben, indem sie den Kopf unten hielten, die es aber dann auf den letzten Metern doch noch erwischt: Ihr Auftrag lautet die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium in Berlin Mitte zu bringen. VOR DEM ANFANG – eine Geschichte einer unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft zweier Menschen, die plötzlich aufeinander angewiesen sind…

Burghart Klaußner ist ein kraftvoller Roman über das Ende einer Welt und die Hoffnung auf einen neuen Anfang gelungen, voller Düsterkeit, aber auch Wärme und feinem Humor. Julia Westlake preist im NDR Kulturjournal »[Vor dem Anfang] erzählt einen wichtigen Moment unserer Geschichte – ohne Pathos und ohne echte Helden […] Das Prinzip [des] Buches: Die Vergangenheit nehmen, um die Gegenwart zu verstehen. […] Burghart Klaußner macht unsere Gegenwart reicher – an Geschichten über unsere Geschichte« und Simon Strauss lobt in der FAZ vom 06.09.2018 „Klaußner hat einen leidenschaftlich unprätentiösen, haltungsstark-hartkantigen Debütroman über das Kriegsende geschrieben. Über jene schwarze Zeit also, die ihm selbst erspart geblieben ist und die ihn doch immer wieder anweht, wenn er das Segel hisst auf seinem lebenswichtigen Boot.“

Burghart Klaußner über seinen Roman „Vor dem Anfang“ Die Welt unter dem Mikroskop
Hören Sie doch mal rein! »Deutschlandfunk vom 09.05.2018

Abwechslungsreiche Zeiten stehen Burghart Klaußner bevor…
Neben laufenden Vorstellungen von Der Kaufmann von Venedig und dem Dauererfolg Heisenberg eröffnete Burghart Klaußner gestern Abend mit der Burgtheater Wien-Koproduktion DER BESUCH DER ALTEN DAME die Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Am 26. Mai wird der Dürrenmatt-Klassiker dann als Premiere am Burgtheater in Wien aufgeführt, und wird dort auch am 27. und 29. Mai zu sehen sein.

 

Im Juni geht der viel gefragte Schauspieler und Sänger dann auf große Reise. Als Stipendiat der Thomas Mann Organisation wird er zwei Monate lang im Thomas Mann Haus in Los Angeles leben und arbeiten, eine Aufgabe, auf die er sich schon sehr freut. Denn als einer der ersten fünf Stipendiaten wird er die Gelegenheit erhalten, sich mit anderen herausragenden Persönlichkeiten aus Bereichen der deutschen Gesellschaft, insbesondere aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien zu treffen, sich mit den großen Fragen unserer Zeit zu beschäftigen und sich mit Persönlichkeiten und Institutionen in den USA auszutauschen und zu vernetzen.

Darüber hinaus hat sich Burghart Klaußner dem Schreiben angenommen. Im September erscheint im Verlag Kiepenheuer & Witsch sein Romandebüt VOR DEM ANFANG, ein kraftvoller Roman über das Ende einer Welt und die Hoffnung auf einen neuen Anfang. In Burghart Klaußners Erzählung ist es April 1945 – die letzten Stunden, bevor die Hölle in Berlin losbricht und der Häuserkampf beginnt. Es sind die letzten Tage, bevor alles vorbei ist, der Krieg, das Gebrüll und Geschrei, die Befehle und die Angst. Aber vorher müssen Fritz und Schultz noch einen Auftrag erfüllen. Und der führt sie mitten hinein ins Zentrum der Gefahr. Burghart Klaußner erzählt in seinem Romandebüt von zwei Männern, die es geschafft haben, den Krieg zu überleben, indem sie den Kopf unten hielten. Und die es auf den letzten Metern dann doch noch kalt erwischt: Sie erhalten den Auftrag, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen. Nach Berlin-Mitte – einmal quer durch die zerschossene Stadt. Und das einzige Beförderungsmittel, das sie haben, sind ihre klapprigen Fahrräder. »Vor dem Anfang« ist die Geschichte einer unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber plötzlich aufeinander angewiesen sind, auf Gedeih und Verderb. Und Fritz hat einen Plan: sich durchschlagen bis zum Wannsee, wo sein Segelschiff liegt aus besseren Tagen, auf dem er sich verstecken will, bis der Sturm vorüber ist. Wir dürfen gespannt sein!

 

Auch diese großartige News möchten wir am Ende des Jahres nicht unerwähnt lassen: Burghart Klaußner gehört zu den ersten fünf Stipendiaten des THOMAS MANN HAUSES in LOS ANGELES. Das Residenzprogramm wird vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Es soll herausragenden Persönlichkeiten aus allen Bereichen der deutschen Gesellschaft, insbesondere aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien, Gelegenheit geben, sich mit den großen Fragen unserer Zeit zu beschäftigen und sich mit Persönlichkeiten und Institutionen in den USA auszutauschen und zu vernetzen. Die nominierten Stipendiaten werden das Thomas Mann Haus im kommenden Jahr einweihen.

5 spannende Tage verbrachte Burghart Klaußner gerade beim diesjährigen FERNSEHFILMFSTIVAL in Baden-Baden, wo er Teil der hochrangigen Jury war. 12 Filme wurden öffentlich vorgeführt und diskutiert. Am Ende des Festivals kürte die Jury den Preisträger für den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie weitere Sonderpreise, die bei der Abschlussveranstaltung am 01.12.2017 vergeben wurden.

Die Jury 2017 bei ihrer ersten Diskussion: neben Burghart Klaußner, Juryvorsitzende Bettina Reitz, Regisseur Christian Schwochow und die Moderatorin Bettina Böttinger

Ab Freitag, dem 8. Dezember  wird die gesamte 2. Staffel von THE CROWN, der wohl bisher bekanntesten, größten und teuersten Netflix-Serie aus England, auf dem Streamingdienst zu sehen sein. Burghart Klaußner ist Teil der internationalen Besetzung. THE CROWN erzählt die Geschichte von Queen Elisabeth II. und Prinz Philip vom Tag ihrer Hochzeit 1947 an bis heute, eine Chronik der Familie und der Nachkriegsepoche in Großbritannien mit allen politischen Figuren, die Macht und Einfluss hatten.

In der 2. Staffel werden die Jahre 1956 bis 1963 beleuchtet. Burghart Klaußner spielt Kurt Hahn, Mitbegründer der Reformschule Salem, der von den Nazis ins Exil gejagt wird und in Schottland ein Internat gründet. Er unterrichtet und erzieht den jungen Prinz Philip sowie, auf dessen ausdrücklichen Wunsch, dreißig Jahre später auch seinen Sohn Charles.

Wir freuen uns sehr, den Launch von Burghart Klaußners neuer Website zu verkünden. In  neuem Look, mit interessanten Hintergrundinformation, News, Bildern und Clips. Schauen Sie doch mal rein!

Ab Mitte Dezember wird Burghart Klaußner zu Proben an das Schauspielhaus Düsseldorf zurückkehren. Nach dem großen Erfolg von „Heisenberg“ wird Burghart Klaußner nun in der Rolle des Shylock in Shakespeares Klassiker DER KAUFMANN VON VENEDIG zu erleben sein, als jüdischer Wucherer, der Venedigs dekadenter Gesellschaft regelmäßig dringend notwendige Kredite gibt, sonst aber öffentlich verachtet wird. Die Premiere ist für den 15.02.2018 geplant.

Ab 08. Dezember startet die 2. Staffel der englischen Serie THE CROWN, bei der Burghart Klaußner Teil der internationalen Besetzung ist. Die Serie „The Crown“ über Elizabeth II. ist ein opulentes Drama über die Chronik der Familie und über die Nachkriegsepoche in Großbritannien mit allen politischen Figuren, die damals Macht und Einfluss hatten. Zudem ist es die Geschichte des Paares Queen Elizabeth II und Prinz Philip vom Tag ihrer Hochzeit 1947 bis heute.

Heute startet DAS LÖWENMÄDCHEN mit Burghart Klaußner in den deutschen Kinos. Eine kleine, aber feine Rolle in einem einfühlsamen, mitreißenden und wunderbar erzählten Film, der in Norwegen sehr erfolgreich in den Kinos lief und bei der Berliner Premiere vom berührten Publikum beklatscht wurde. Der Film erzählt, basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman des norwegischen Autors Erik Fosnes Hansen, vom außergewöhnlichen Leben des „Löwenmädchens“ Eva Arctander, die aufgrund eines Gen-Defekts am ganzen Körper behaart ist, für die Wissenschaftler der damaligen Zeit (Anfang des 20. Jh.) ist sie ein kurioser und interessanter Einzelfall.

 

Am 09. Oktober dann, überreicht die Freie Akademie der Künste Hamburg dem großen Schauspieler die Ehrenplakette für das Jahr 2017. Der undotierte Preis ist die höchste Auszeichnung der Künstlervereinigung und wird jährlich an Mitglieder der Akademie vergeben, die sich durch ihr künstlerisches Wirken in außerordentlicher Weise ausgezeichnet haben. Zu den früheren Preisträgern gehören Thomas Mann, Siegfried Lenz, Günter Grass und Christa Wolf. Wir gratulieren!

 

Im Spätherbst 2017 ist die 2. Staffel der englischen Serie THE CROWN geplant, bei der Burghart Klaußner Teil der internationalen Besetzung ist. Die Serie „The Crown“ über Elizabeth II. ist ein opulentes Drama über die Chronik der Familie und über die Nachkriegsepoche in Großbritannien mit allen politischen Figuren, die damals Macht und Einfluss hatten. Zudem ist es die Geschichte des Paares Queen Elizabeth II und Prinz Philip vom Tag ihrer Hochzeit 1947 bis heute.

 

Außerdem hat Burghart Klaußner seine bereits 3. Arbeit mit Regisseur Lars Kraume beendet: Für den Film DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER wurde das Studio Babelsberg in die 50er-Jahre zurückversetzt. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte über das politische Erwachen einer Jugendgeneration, die Dietrich Garstka, selber Schüler damals, vor elf Jahren veröffentlicht hat. Die Abiturienten Theo und Kurt sind unterwegs in Westberlin und sehen bei einem Kinobesuch in der dort gezeigten Wochenschau erschütternde Bilder vom niedergeschlagenen Volksaufstand in Budapest. Wieder zurück in Ostdeutschland wächst die Idee, während des Unterrichts eine Schweigeminute einzulegen und somit die Solidarität mit den Opfern des niedergeschlagenen Aufstands zu zeigen. Doch sie haben unterschätzt, welche Kreise ihre Aktion zieht, und finden sich somit schon bald im Fadenkreuz der Stasi wieder. Nach dem Erfolg von „Der Staat gegen Fritz Bauer“ und der Verfilmung von „Terror“ dürfen wir auf das neue Projekt sehr gespannt sein…

 

Am 2. Oktober ist der Burghart Klaußner mit dem ARD-Film DIE LETZTE REISE zu sehen. Das Fernsehdrama mit Christiane Hörbiger, Suzanne von Borsody, Nina Kronjäger und Burghart Klaußner in den Hauptrollen erzählt die Geschichte der 76-jährigen Katharina, deren gesundheitliche Probleme ihr täglich vor Augen führen, dass sie als Pflegefall bald nicht mehr über sich selbst bestimmen kann, und sie spielt mit dem Gedanken, ihrem freudlosen Leben in einem Sterbehaus in der Schweiz ein Ende zu setzen. Burghart Klaußner spielt pointiert die Rolle des einfühlsamen Sterbehelfers Jean Jovet, der für das Leben kämpft.

 

Direkt im Anschluss ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler wieder auf der Bühne live zu erleben. Das Düsseldorfer Schauspielhaus ist am 04. und 05. Oktober 2017 mit seinem Erfolgsstück HEISENBERG beim Hamburger Theater Festival in der Kampnagel zu Gast. An der Seite von Caroline Peters gibt er ein Mal mehr den Alex, einen 75-jährigen Metzger, der in einem Londoner Bahnhof von einer völlig fremden Frau – Georgie – geküsst wird: Es beginnt eine elektrisierende Liebesgeschichte zwischen ihnen. Die beiden Vorstellungen sind restlos ausverkauft!

Halbzeit bei BRECHT.
Der große Schauspieler Burghart Klaußner steht noch bis Ende Juli unter der Regie von Heinrich Breloer für den ARD-Zweiteiler BERTOLT BRECHT vor der Kamera. Breloer widmet sich nach dem Nobelpreisträger Thomas Mann nun dem zweiten Jahrhundert-Literaten. Und Burghart Klaußner verkörpert ihn!
An seiner Seite steht Adele Neuhauser als Brechts Ehefrau Helene Weigel. Die Dreharbeiten finden in Prag statt.

In dem Dokudrama wird über einen Zeitraum von 40 Jahren das Leben Brechts erzählt, dem bis heute meistgespielten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Der Dichter und sein Werk überlebten zwei Weltkriege, zwei Diktaturen und vier politische Systeme allein in Deutschland. Im Exil wechselte er nach eigenen Worten „die Länder öfter als die Hemden“.

Im Anschluss wird Burghart Klaußner mit seinem Programm FRAGEN SIE MEHR: HANNS EISLER IM GESPRÄCH MIT HANS BUNGE am 28. Juli 2017 beim Festival in Gmunden/ Österreich auftreten.

Bei einem seiner frühen Ausflüge nach Ostberlin kaufte sich Burghart Klaußner für die umgetauschten Ostmark eine Schallplatte mit den berühmten Gesprächen des deutschen Germanisten und Dramaturgen Hans Bunge mit dem Komponisten Hanns Eisler über Bertolt Brecht. Die zwischen 1948 und 1962 geführten Dialoge sind Musterbeispiele intelligenter Unterhaltung.

Hanns Eisler hat in diesen Gesprächen eine der wohl geistreichsten und erfrischendsten Kunstbetrachtungen des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Wunderbar scharfzüngig holt der leidenschaftliche und enorm belesene Intellektuelle mit Charme, Witz und geradezu diabolischer Freude aus zu einem Rundumschlag gegen ideologische Scheuklappen und überkommenes Denken. Und macht dabei auch vor einigen seiner marxistischen Freunde nicht Halt. Seine lebenslange Künstlerfreundschaft mit Bertolt Brecht ist dabei ebenso Thema wie ein zwischen Euphorie und Verzweiflung nie versiegender Aufbruchswillen.

Anfang der 70er Jahre veröffentlichte Bunge diese Gespräche authentisch und unredigiert als Buch. Burghart Klaußner liest die Passagen von Bertolt Brecht, Tilo Werner die von Hans Bunge.
Zudem wird Burghart Klaußner Hanns Eisler auch singen, am Flügel begleitet von seinem Pianisten Matthias Stötzel.

Lars Kraumes TV-Event TERROR wurde bei der ROMY 2017 zum „TV-Ereignis des Jahres“ gewählt. In Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama stand Burghart Klaußner als Richter vor der Kamera und stellte die Frage: Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? Herzlichen Glückwunsch zu diesem schönen Preis.